Wer gilt als pflegebedürftig?

Pflegebedürftigkeit im Sinne des Pflegeversicherungsgesetzes sind Menschen, die aufgrund einer kör­per­lichen, geistigen oder seelischen Krankheit oder Behinderung mindestens sechs Monate lang nicht in der Lage sind die regelmäßig wiederkehrenden Tätigkeiten des täglichen Lebens aus­zu­füh­ren.

Solche Tätigkeiten sind:

im Bereich der Mobilität: Das Aufstehen und Zubettgehen, das An-/ Auskleiden, das Stehen, Gehen und Treppensteigen oder das Verlassen und Wiederaufsuchen der Wohnung für Tätigkeiten, die für die Aufrechterhaltung der Lebensführung zu Hause erforderlich sind.

im Bereich der Ernährung: Die mundgerechte Zubereitung und der Verzehr von Nahrung.im Bereich der Körperpflege: Das Waschen, Duschen, Baden, Kämmen und Rasieren, die Zahnpflege sowie die Darm- und Blasenentleerung.im Bereich der hauswirtschaftlichen Versorgung: Das Einkaufen, Kochen, Spülen, Heizen, die Wohnungsreinigung sowie das Wechseln und Waschen der Kleidung.

Um den unterschiedlichen Graden der Pflegebedürftigkeit gerecht zu werden, wird sie in drei Pfle­ge­stu­fen unterteilt. Ob und in welcher Stufe Pflegebedürftigkeit vorliegt, entscheidet die Pfle­ge­kasse aufgrund eines Gutachtens, das Ärzte des medizinischen Dienstes der Kran­ken­ver­sich­erung (MDK) in der Wohnung des möglicherweise Pflegebedürftigen erstellen.